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Sind Crunches überholt? Neue Erkenntnisse zum Core-Training

Recent studies suggest that traditional crunch exercises may not be the most effective method for core training. New approaches emphasize functionality and stability.

Von Sophie Klein11. Juni 20262 Min Lesezeit
Aktueller Stand

Recent studies suggest that traditional crunch exercises may not be the most effective method for core training. New approaches emphasize functionality and stability.

FRANKFURT, 11. Juni 2026Eigener Bericht

Die klassische Übung der Crunches hat sich über viele Jahre als Standard für das Core-Training etabliert. Viele Fitnessbegeisterte sind der Ansicht, dass sie unerlässlich sind, um die Bauchmuskulatur zu stärken und die Körpermitte zu stabilisieren. Allerdings gibt es zunehmend Forschung, die diese traditionelle Sichtweise in Frage stellt und die Effektivität von Crunches gegenüber moderneren Trainingsmethoden untersucht.

Eine Reihe von Studien hat gezeigt, dass Crunches zwar eine gewisse Aktivierung der Bauchmuskulatur bieten, aber nicht unbedingt die beste Wahl für ein umfassendes Core-Training sind. Kardiovaskuläre und funktionale Trainingsansätze gewinnen an Bedeutung, da sie nicht nur die Bauchmuskeln, sondern auch die tiefere Muskulatur des Rumpfes ansprechen. Diese tiefere Muskulatur ist entscheidend für die Stabilität des Körpers und die Prävention von Verletzungen.

Beispielsweise hat eine Untersuchung an der Universitätsklinik Heidelberg ergeben, dass Übungen wie Planks und Dead Bugs eine signifikant höhere Aktivierung der tiefen Bauchmuskeln zeigen als Crunches. Diese Übungen fördern nicht nur die Bauchmuskulatur, sondern auch die Quadratus lumborum- und transversus abdominis-Muskeln, die eine entscheidende Rolle bei der Stabilität des Rumpfes spielen.

Zudem ist es wichtig anzumerken, dass die Ausführung von Crunches potenziell zu unnötigem Druck auf den unteren Rücken führen kann, was das Risiko von Verletzungen erhöht. Dies wird durch biomechanische Analysen unterstützt, die zeigen, dass die Bewegung des Aufrollens nicht in einer neutralen Wirbelsäulenposition erfolgt, was zu Komplikationen führen kann, besonders bei Menschen mit bestehenden Rückenproblemen.

Neuere Ansätze im Core-Training

Mit dem wachsenden Interesse an funktionalem Training hat sich auch das Core-Training weiterentwickelt. Trainer und Sportwissenschaftler empfehlen zunehmend, Übungen zu integrieren, die mehrere Muskelgruppen aktivieren und das Zusammenspiel zwischen Stabilität und Mobilität fördern. Übungen wie der Plank, die Kettlebell-Swing oder auch Pilates-Übungen zeigen, dass sie nicht nur die Muskulatur stärken, sondern auch die Körperhaltung verbessern. Diese Ansätze betonen die Wichtigkeit eines stabilen Kerns, der für viele alltägliche Bewegungsabläufe von zentraler Bedeutung ist.

Darüber hinaus gibt es Erkenntnisse, die auf die Notwendigkeit hinweisen, das Core-Training in eine ganzheitliche Fitnessroutine zu integrieren. Flexibilität, Ausdauer und Kraft sind alles Faktoren, die den Kern unterstützen. Dadurch ergeben sich neue Ansprüche an das Training, die über die isolierte Stärkung der Bauchmuskulatur hinausgehen.

Die Forschung zeigt, dass ein effektives Core-Training die Muskulatur aktivieren sollte, während gleichzeitig die Beweglichkeiten und Stabilitäten trainiert werden. Es könnte argumentiert werden, dass Crunches in der aktuellen Trainingslandschaft nicht mehr die Priorität genießen, die sie früher einmal hatten. Stattdessen rückt ein integrativer Ansatz, der Funktionalität und Prävention in den Vordergrund stellt, immer mehr in den Fokus.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es an der Zeit sein könnte, die Rolle von Crunches im Core-Training zu überdenken. Anstatt sich ausschließlich auf diese traditionelle Übung zu konzentrieren, sollten Trainierende und Trainer moderne, vielseitige Ansätze in Betracht ziehen, die die gesamte Rumpfmuskulatur aktivieren und langfristige gesundheitliche Vorteile bieten. Die fortschreitende Forschung in diesem Bereich unterstreicht die Notwendigkeit, bestehende Trainingsmethoden kontinuierlich zu evaluieren und an neue Erkenntnisse anzupassen. Wenn sich die Fitnesslandschaft in Richtung funktionaler Übungen bewegt, könnte dies langfristig sowohl die Effektivität des Trainings als auch die Gesundheit der Trainierenden fördern.

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